Kirchen in Rom

Rom hat mehr Kirchen als jede andere Stadt der Welt. Im Inneren finden Sie Meisterwerke von Michelangelo, Caravaggio und Bernini – oft bei freiem Eintritt.

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Beeindruckende Mosaiken in der Kirche der Jungfrau Maria.

Mit der weltweit höchsten Dichte an kirchlichen Bauwerken, die über Jahrhunderte entstanden sind, bietet Rom ein scheinbar unerschöpfliches Panorama an Kirchen und Basiliken.

Innerhalb der Aurelianischen Mauer – die den historischen Kern Roms umschließt – befinden sich mehr als 200 Kirchen und 19 Basiliken, darunter drei patriarchalische: der Petersdom im Vatikan, San Giovanni in Laterano und Santa Maria Maggiore.

Alle bedeutenden Künstler, die sich durch die verschiedenen Epochen ablösten, haben zu ihrer Gestaltung beigetragen.

Auch außerhalb der Aurelianischen Mauer gibt es zahlreiche Kirchen und einige Basiliken, von denen eine patriarchalisch ist: San Paolo fuori le Mura.

Viele Kirchen zeigen zwar das Gewand jüngerer Epochen – vorwiegend des Barock, aber auch des Neoklassizismus –, reichen in Wirklichkeit jedoch bis in die frühen Jahrhunderte zurück. Damals trafen sich die ersten Gläubigen, um den erbarmungslosen Verfolgungen zu entfliehen – wie jener unter Kaiser Diokletian –, in privaten Häusern, den sogenannten Domus Ecclesiae, die im gewöhnlichen Stadtgewebe verborgen lagen.

Diese Gebäude bildeten oft den Kern der frühchristlichen und mittelalterlichen Kirchen, die ihrerseits in späteren Epochen immer wieder restauriert, verändert oder gar vollständig neu errichtet wurden.

Die nachfolgenden Kirchen sind wie folgt gegliedert:
– Große Basiliken (patriarchalisch oder nicht)
– Frühchristliche und mittelalterliche Kirchen
– Renaissancekirchen
– Barockkirchen
– Kirchen des 18. und 19. Jahrhunderts.

Dabei ist zu bedenken, dass die Eingriffe verschiedener Künstler und Architekten einander oft überlagerten und das Geschaffene ihrer Vorgänger nach dem Geschmack der jeweiligen Zeit abwandelten.
Die großen römischen Basiliken
Mit dem Sieg Konstantins über die Truppen seines Rivalen Maxentius (312 n. Chr.) wurde das Christentum unter dem neuen Kaiser, der zum Glauben gefunden hatte, als Religion anerkannt. Aus der Epoche Konstantins stammen der Petersdom im Vatikan, San Giovanni in Laterano und Santa Croce in Gerusalemme.

Im Jahr 1300 rief Papst Bonifaz VIII. (1249–1303) das erste Jubiläum aus – zunächst alle 100 Jahre gefeiert, dann alle 50 und heute alle 25 Jahre –, das denjenigen Pilgern vollständigen Sündenerlass versprach, die den Basiliken der Heiligen Petrus und Paulus einen Besuch abstatteten, wo die Gewänder der beiden Märtyrer aufbewahrt wurden.

Später wurden San Giovanni in Laterano und Santa Maria Maggiore als weitere Jubiliums- bzw. Patriarchalbasiliken hinzugefügt. Um den vollständigen Ablass zu erhalten, genügt es heute, eine der vier aufzusuchen.

Petersdom
San Giovanni in Laterano
Santa Maria Maggiore
Basilika San Clemente

Praktische Hinweise:
– Viele Kirchen sind nur an bestimmten Tagen und zu bestimmten Zeiten geöffnet. Es empfiehlt sich daher, vorab zu informieren und die Öffnungszeiten gegebenenfalls telefonisch zu bestätigen.
– Der Eintritt in Kirchen mit entblößten Schultern, kurzen Hosen oder Miniröcken ist nicht gestattet. Es ist ratsam, eine lange Hose oder ein Sarong im Rucksack zu haben.